Kontroversen im Unternehmenseinkauf im Jahr 2025

Kontroversen im Unternehmenseinkauf im Jahr 2025

Jan Vašek - Chief innovation officer Promitea
Jan Vašek
Chief innovation officer
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In diesem Beitrag haben wir einige kontroverse Themen zur Diskussion ausgewählt:

🧨 Korruptionsuntersuchung bei der NATO

Ermittler untersuchen die NATO Support and Procurement Agency (NSPA) wegen des Verdachts auf Korruption und Geldwäsche im Zusammenhang mit dem Einkauf von Munition und Drohnen. Die Ermittlungen laufen parallel in Belgien, den Niederlanden und Luxemburg. Diese Enthüllung zerstört den Mythos eines sauberen und korruptionsresistenten Einkaufs in hochregulierten Branchen und Organisationen mit starken Kontrollmechanismen. Es stellt sich die Frage, ob sich das Thema Korruption im Einkauf überhaupt vollständig beseitigen lässt – oder ob wir uns schlicht damit abfinden müssen.

🧨 Kontroverses Modell „Defence-as-a-Service“ Das Unternehmen Tiberius Aerospace stellte ein Konzept der Open-Source-Rüstungsproduktion (z. B. Raketen 155 mm) vor, das eine dezentralisierte Fertigung und den Wettbewerb zwischen zahlreichen Lieferanten ermöglicht. Trotz der Attraktivität des Modells in Bezug auf Wettbewerb und schnelles Kapazitätsskalieren warnen Kritiker vor gravierenden Risiken in Bezug auf Qualitätskontrolle und Sicherheit der Lieferketten. Ist die Servitisierung, bei der Produkte zunehmend als Dienstleistung angeboten werden, wirklich der richtige Trend im Unternehmenseinkauf?

🧨 „Unerträgliches“ Wachstum der Sicherheits- und Cybersicherheitsanforderungen in Lieferketten Angesichts häufiger Cyberangriffe, die nicht nur einzelne Hersteller, sondern ganze Lieferketten lahmgelegt haben, steigen regulatorische Anforderungen, Verwaltungslasten und Kosten für die Absicherung der Supply Chains kontinuierlich (z. B. NIS2, DORA). Für manche Unternehmen werden diese Anforderungen „unerträglich“ – sie argumentieren, dass übertriebene Regulierung die Sicherheit paradoxerweise schwächen könnte. Gilt hier das Prinzip: „Wenn du alles kontrollieren willst, kontrollierst du am Ende gar nichts. Auch wenn du ein völlig dichtes System schaffen willst, findet Wasser sich doch immer einen Weg.“?

🧨 Resilienz vs. Effizienz Globale Spannungen und volatile Marktbedingungen haben das Thema Resilienz von Lieferketten ganz oben auf die Agenda der Unternehmen gebracht. Das Problem: Resilienz ist nicht kostenlos – Diversifizierung der Quellen, regionale Ansätze wie Nearshoring oder Multisourcing, Sicherheitsbestände und Investitionen in Risikominimierung verursachen erhebliche Mehrkosten. Zuspitzend formuliert: Resilienz kostet viel Geld und steht im Grunde im Widerspruch zum klassischen Beschaffungsparadigma „cheap and global“, das sich in langen und komplexen Lieferketten, schlanken Prozessen ohne Puffer, minimalen Beständen und eng getakteten Materialflüssen zeigt.

⁉️ Wie werden Unternehmen dieses Dilemma in der Praxis lösen? Droht die Gefahr, dass Resilienz nur diskutiert, aber finanziell nicht umgesetzt wird – und am Ende alles beim Alten bleibt?

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Jan Vašek - Chief innovation officer Promitea
Jan Vašek
Chief innovation officer
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Für überlastete Einkäufer ist es leicht, den Überblick über Fristen zu verlieren. Eine Ausschreibung endet heute, und das System meldet, dass bereits alle geantwortet haben.

Ich bin kein technischer Typ und habe ehrlich gesagt ein bisschen Angst vor Einkaufssoftware.

Das ist eine völlig berechtigte Sorge. Sie sind Einkäufer und haben schon jetzt alle Hände voll zu tun – und sollen sich dann auch noch um irgendeine Einkaufssoftware kümmern?

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Eine der größten Sorgen bei der Einführung einer neuen Einkaufssoftware lautet: „Alles sieht gut aus, aber wie sollen wir Promitea in unserem Unternehmen einführen? Unsere Einkäufer kennen sich damit nicht aus, die IT-Abteilung ist bereits überlastet, und zusätzliches Budget bekommen wir auch nicht.“

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